Was wäre wenn …. ? Wir befinden uns im Übermorgen und einiges ist anders als wir es heute gewohnt sind. Lebensweisen und Einstellungen wie wir miteinander wohnen, arbeiten, kommunizieren, produzieren, mit Ressourcen umgehen, … haben sich weiterentwickelt. Momentan erleben wir gerade selber wie sehr geänderte Rahmenbedingungen unseren Alltag beeinflussen.

 Ausgehend von zukünftigen Szenarien, die im Rahmen des Projektes von den Studierenden skizziert/konzipiert/erdacht werden, werden wir für einen exemplarischen Bauplatz _ „inmitten der Stadt“_ einen hybriden Wohnkomplex für arbeiten/produzieren und wohnen entwerfen, der den Bedürfnissen der imaginären Bewohner*innen gerecht wird. Unsere Vorgabe ist, das zumindest ¼ der Bewohner Bäume sind, die als gleichwertige Nutzer in den Gebäudekomplex integriert werden. Wir wollen mit diesem Paradigmenwechsel unser Verständnis zur Natur neudenken und mögliche Synergien und Wechselbeziehungen der Bewohner*innen untereinander untersuchen. ArchitekturMITNatur

Die feministische Theoretikerin Donna Haraway ruft mit dem Chthuluzän ein Zeitalter aus, in dem das Leben aller Arten und Kreaturen und deren Koexistenz im Zentrum stehen. Verwandtschaften sollen neu gedacht werden, Beziehungen artenü̈bergreifend sein. Sie meint: „Das Anthropozän können wir nur hinter uns lassen wenn wir uns als ein besonders empathisches unter den vielen Wesen im Humus des Planeten, dem Komposthaufen des Lebens, fühlen.“ 

Ziel ist es, Architekturen für eine „lebendige Stadt der Zukunft“ zu entwickeln, die wechselseitigen Beziehungen von Mensch, Baum/Natur und Raum thematisiert.