Freiräume von bestehenden Wohnsiedlungen, vor allem aus der Zeit der 1950er, 60er und 70er Jahre, werden im Zuge der baulichen Nachverdichtung häufig überplant und überbaut. Diese Freiräume werden im planerischen Fachdiskurs als funktional unzureichend und ästhetisch minderwertig beschrieben. Daher geschieht deren Überplanung für neue Wohngebäude und/oder deren funktionale und ästhetische Aufwertung meist recht leichtfertig und ohne zu schauen, ob und wie die Freiräume bereits von den Bewohner*innen genutzt werden und wie die Nutzungen reglementiert, gesteuert und/oder verhindert werden. Ziel des Seminars ist es an praxistauglichen Methoden zur Erfassung und Interpretation von Spuren von Nutzungen und Ordnungen in den Freiräumen von Wohnsiedlungen zu arbeiten.

Das Seminar wird digital angeboten.
Erste Sitzung: Mittwoch, 22.4.2020, 10.00 Uhr