Der Übergang von privatem zu öffentlichem Raum und die Relevanz des privaten, an den Wohninnenraum angrenzenden, Freiraums sind in Zeiten der Corona-Pandemie neu zu denken. „Social Distancing“, „Home-Office“ und die ausdrückliche Empfehlung sich zu Hause aufzuhalten, geben dem Thema der Verflechtung von Innen- und Außenräumen sowie der Ausstülpung des Privaten in den Außenraum eine neue Ebene. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Leerstelle, die sich damit im öffentlichen Raum ergibt, wirken sich im Umkehrschluss auf den privaten Raum aus und verändern diesen. 

Wie verschieben sich die Alltagspraktiken des Wohnens in dieser Sondersituation der Pandemie und wie schlägt sich das im Raum nieder? Was bedeutet der an die Wohnung angrenzende Freiraum für unterschiedliche Bewohner*innen in verschiedenen Lebens- und Wohnsituationen? Woran kann man die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen und Maßnahmen im Alltag der Bewohner*innen ablesen? Welche Auswirkungen hat es, dass ein Großteil der Menschen sehr viel Zeit im eigenen Zuhause verbringen? 

Ziel des Seminars ist es, diese Verschiebungen in der Wohnpraxis und der Nutzung des wohnungsnahen Freiraums und die damit zusammenhängende Verflechtung von Innen- und Außenräumen durch die aktuelle Sondersituation der Pandemie zu dokumentieren, zu reflektieren und mit dem „Normalzustand“ vor der Pandemie zu vergleichen. 

Das Seminar wird digital angeboten. 
Erste Sitzung: Donnerstag, 23.4.2020, 10.00 Uhr
Sie werden zur ersten Sitzung per Mail eingeladen.