Als Einführung in Konzept, Struktur und Inhalt des Masterprogramms „Philosophie der Wissensformen“ soll in dieser Veranstaltung am Beispiel ausgewählter Texte ein erster Einblick in die relevanten Positionen und Fragestellungen gegeben werden. Mit den historisch seit der Antike immer wieder kontrovers erörterten Unterscheidungen von bloßem Meinen und begründetem Wissen, von religiösem Glauben und wissenschaftlicher Gewissheit, von historischem und naturwissenschaftlichem Wissen, von geisteswissenschaftlichem Verstehen und naturwissenschaftlichem Erklären oder von praktischem und theoretischem Wissen sind einige der hier relevanten systematischen Konstellationen und Felder bestimmt. Über die Konzepte der „Sprachspiele“ (Wittgenstein), „Denkstile“ (Fleck) oder „epistemischen Tugenden“ (Daston/Galison) stehen weiterhin metatheoretische Modelle zur Verfügung, die eine konzeptionelle Deutung der verschiedenen Formen oder Typen des Wissens erlauben.
In gemeinsamer Lektüre und Diskussion soll so eine Einführung in die „Philosophie der Wissensformen“ gestaltet werden, die nicht nur für Studierende des Masterprogramms ertragreich ist.