Das Fragen danach, wie solide unsere Erkenntnisse der Dinge sind und wie weit unser Erkennen reicht, ist so alt wie die Philosophie selbst und wurde spätestens seit Platon explizit als eines der Grundprobleme der Philosophie formuliert. Leitfragen dieses später als „Erkenntnistheorie“ bezeichneten Problemkontextes sind u. a.:

-       Was heißt es überhaupt, etwas zu erkennen?

-       Welche Vermögen sind an der Erkenntnis beteiligt und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander?

-       Gibt es etwas, was unserer Erkenntnis notwendig entgeht und wie kann wiederum dieses erkannt werden?

-       Was können wir sicher erkennen?

Die Vorlesung wird in vier historischen aufbauenden Schritten diesen Grundfragen der theoretischen Philosophie nachgehen. Hierbei wird zu Beginn die antike Diskussion um Platon und Aristoteles im Vordergrundstehen, um dann die Auseinandersetzungen in der Philosophie der Neuzeit (Descartes und die Folgen) zu fokussieren. In einem dritten Schritt wird dann die Theoretische Philosophie Kants und deren Fortführung im sog. Deutschen Idealismus thematisiert, um schließlich mit den wissenschaftstheoretischen Debatten im 20. Jh. eine Anknüpfung jener Traditionen an die Erkenntnistheorie unserer Gegenwart zu gewährleisten.

 

Literatur: wird zu Beginn der Vorlesung bekannt gegeben.