In vielen europäischen Städten hat der Tourismus ein Level erreicht an dem es zu offenen Konflikten zwischen den Bewohner*innen und den Touristen kommt. Budget-Airlines, Kreuzfahrten und neuere Vermittlungsplattformen wie AirBnB gehören zu den stärksten Treibern dieser Entwicklung. In dem Seminar wird dieses Phänomen des Overtourism für ausgewählte Städte quantitativ an Hand von Daten, aber auch qualitativ-räumlich untersucht – welche Orte in den Städten sind besonders betroffen und wie wirkt sich dies auf den Stadtraum aus? Zum zweiten fragt das Seminar nach den Effekten, die die aktuelle Pandemie auf den globalen Städtetourismus hat. 

Das Seminar dient der Vorbereitung des Profilprojekts der Mastervertiefung Städtebau, das im WiSe 2020/21 angeboten wird.

Anmeldung über MOODLE:

1. Treffen: Mittwoch, 22. April – 10.00 Uhr, Webplattform wird über EMAIL bekanntgegeben

Allgemeine Informationen zur digitalen Lehre auf der WEBSITE des FG STÄDTEBAU: 

www.uni-kassel.de/go/staedtebau

 


Hintergrund und Zielgruppen

Die Bedeutung der Bodenfrage für eine gemeinwohlorientierte und klimagerechte Stadt- und Regionalentwicklung wird in Fachkreisen seit einigen Jahren umfänglich diskutiert und ist mittlerweile auch ein wichtiges, fast täglich aufgerufenes Thema in den Medien. Es zeigt sich aber, dass das Thema auf Grund seiner Komplexität in der Breite der Gesellschaft nur oberflächlich verstanden, Zusammenhänge und Wechselwirkungen nicht in der Tiefe erkannt werden. Sinnvolle Lösungsansätze finden daher in der Lokal- wie auch in der Bundes- und Landespolitik noch immer keine ausreichende Anwendung. Wir werden daher eine Ausstellung konzipieren, welche sich an die lokale Bevölkerung in den Städten, aber auch an Lokalpolitiker sowie an Stadtplaner*innen, Architekt*innen und Verwaltungsfachleute vor Ort wendet. Ziel ist es, Aufklärungsarbeit von unten zu betreiben und mit der Ausstellung auf einfache Weise die komplexen Wechselwirkungen denen der Boden ausgesetzt ist, verständlich darzulegen.

Ausstellungsformat

 Geplant ist eine kompakte, leicht transportierbare Pop-Up-Ausstellung mit begleitender Publikation (Broschüre), die als Wanderausstellung u.a. von Kommunen, Verbänden, Vereinen, Stiftungen und den Landesverbänden der DASL – auch als Rahmen für öffentliche Veranstaltungen – kostenfrei gebucht werden kann. Die Ausstellung soll einen Installations-Charakter haben, um Interesse und Neugier an dem Thema zu wecken. Die komplexen Inhalte werden visuell, mit einfach verständlichen Grafiken vermittelt und inhaltlich mit kompakten Texten ergänzt.

 Inhalte und Umsetzung

 Das Seminar „Diagrammatik des Urbanismus“ setzt sich mit verschiedenen Darstellungsformen von Informationsgrafiken auseinander. Die komplexe Thematik der Bodenfrage soll in Form von Grafiken anschaulich und für den Betrachter verständlich aufbereitet werden. Als inhaltliche Grundlage werden die Ergebnisse des Seminars "Die Bodenfrage - Stadt ohne Boden" des WiSe 19-20 verwendet. Diagramme, Kartographien und Zeichnungen dienen als gängiges Mittel urbanistische Themen zu erläutern bzw. zu kommunizieren. Für die Visualisierung einer verständlichen Grafik werden Fragestellungen vorerst analysiert, verstanden und Bedeutungen hierarchisiert und herausgearbeitet. Im Rahmen des Seminars werden visuelle Darstellungsformen interpretiert und mit dem Medium des Diagramms experimentiert. Das Seminar „Diagrammatik des Urbanismus“ findet in Form eines Kompaktworkshops inklusive Vor.- und Nachbereitung statt und wird von den Grafikern Anna Kraus und Thomas Rustemeyer geleitet. Die erarbeiteten Zeichnungen werden Teil der Pop-Up-Ausstellungen. 

Krisen bedeuten Veränderung und Chance zugleich: Was können wir aus der Tradition lernen, was von utopischen Klassikern, die an historischen Schnittstellen entstanden sind – und wie stellen wir uns selbst mögliche Zukünfte vor? In dem Projekt werden besondere historische und utopische Typologien untersucht, kritisiert und darauf aufbauend eigene, radikale Typologien für eine lebenswerte Zukunft entworfen.

Anmeldung über MOODLE:

1. Treffen: Dienstag, 21. April – 14.00 Uhr, Webplattform wird über EMAIL bekanntgegeben

Allgemeine Informationen zur digitalen Lehre auf der WEBSITE des FG STÄDTEBAU: 

www.uni-kassel.de/go/staedtebau



Nach Ende des 1. Weltkrieges herrschte eine stark anwachsende Wohnungsnot. Dies führte zu einem erhöhten Engagements des Staates in der Wohnungsfürsorge. In dieser Zeit entwickelten sich die gemeinnützigen Baugenossenschaften und -gesellschaften. Der Blick auf die in der Weimarer Republik enstandenen Siedlungen bzw. die hierzu vorliegenden Planungen zeigt deutlich auf, dass es den typischen Siedlungsbau der 1920er Jahre nicht gab, sondern ein breites Spektrum von städtebaulichen Vorstellungen und Ideoligien geplant und umgesetzt wurden. Das Projekt analysiert Planungen und realisierte Siedlungen aus dieser Zeit und geht der Frage nach, welche Lehren aus den untersuchten Konzepten für die heutige Zeit gezogen werden können. 



Hintergrund

Die Zukunft von Tankstellen ist ungewiss. Wir können davon ausgehen, dass sich das Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren weiter verändern wird. Gerade in den Großstädten geht der Trend hin zur Nutzung alternativer Verkehrsmittel und dem Ausbau nachhaltiger Mobilität. Fahrradwege und der öffentliche Nahverkehr werden ausgebaut, Sharing-Angebote vermehrt angeboten. Zu der Veränderung des Nutzerverhaltens kommt der technologische Wandel. Die Elektromobilität nimmt gerade im urbanen Raum zu und an der Umstellung auf Wasserstoffautos wird weiterhin gearbeitet. Folglich wird sich vielseitig - unter anderem von den Global Playern der Mineralölindustrie - mit den genannten Umständen auseinandergesetzt und Szenarien für die Tankstellen der Zukunft entworfen.  

 Fallstudien

Das Seminar „Stadträume im Wandel“ konzentriert sich bei seinen Fallstudien auf innerstädtische Tankstellen in Kassel. Die Tankstellen werden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang des jeweiligen urbanen Kontexts betrachtet. Die Fallstudien werden auf Macro-, Meso- und Micro-Ebene analysiert, in Typen eingeteilt, eine Auswahl wird entsprechend der jeweiligen Nutzergruppen näher betrachtet und abschließend in Stadträume der Zukunft verwandelt – welche sich komplett von der ursprünglichen Nutzung lösen können.

Aufbau

Das Curriculum ist in drei Teile untergliedert. Der erste Teil besteht aus einer umfangreichen Analyse der Tankstellenräume und einer abschließenden Aufstellung eines Typenkatalogs. Für eine spezifische Auswahl an Tankstellen folgt im zweiten Teil eine theoretische Auseinandersetzung mit den einzelnen Interessensgruppen. Aufbauend auf Teil eins und Teil zwei werden Narrationen hin zu einem Zukunftsszenario entworfen, die eine sinnvolle Bespielung der Stadträume wiedergeben.

Methodik

Die Seminar-Methodik basiert auf einer engen digitalen Zusammenarbeit. Kleine wöchentliche/zwei-wöchentliche Teilaufgaben strukturieren den Semesterablauf. Erarbeitete Ergebnisse des ersten Teils werden in einer gemeinsamen CAD-Datei zusammengetragen (geringe VectorWorks-Kenntnisse sind vorteilhaft) und über digitale Kommunikationsplattformen diskutiert. Teil zwei und Teil drei werden, der Situation entsprechend, in Einzel- oder Zweierarbeiten ausgeführt und durch Online-Konsultationen begleitet. Theoretische Erkenntnisse werden zusammengetragen und in Form von Kurzpräsentationen jedem Seminarteilnehmer, für die abschließende Erarbeitung der Narrationen, zur Verfügung gestellt.

BA - Wahlpflichtseminar D-1.2-20 / D-1.2-42

Erstes Treffen: Freitag, der 24.04 um 10 Uhr // Kommunikationsplattform wird noch bekannt gegeben


Das Seminar dient dem Erwerb von Grundkenntnissen für das Planen und Entwerfen der kleinsten Bausteine von Stadt und Siedlung. Es soll Basiswissen zur Wechselwirkung zwischen Bebauung und Freiraum (inklusive dem Straßenraum) in gebäudebezogenen Maßstäben liefern, um das Lesen und Entwerfen von Quartier und öffentlichem Raum zu schulen. Das Entwickeln analytischer und kreativer Fähigkeiten, das Üben von Teamarbeit, das Verständnis von Entwerfen als integrativem Prozess sowie die Fähigkeit zur Verknüpfung von Teildiziplinen stehen im Mittelpunkt der Vorlesung. Grundlegende städtebauliche Planungs- und Entwurfsfertigkeiten - vom Gebäude mit seinem Umfeld bis hin zum Quartier als Teil des stadträumlichen Gefüges - sollen in Übungen bearbeitet werden. 


Die Einführungsveranstaltung ist am 21.04.2020 über MOODLE abrufbar. Hierüber erfolgt ebenfalls die Ausgabe der 1. Übung.  

Allgemeine Informationen zur digitalen Lehre auf der WEBSITE des FG STÄDTEBAU: 

www.uni-kassel.de/go/staedtebau