Die Vorlesung vermittelt Architekturgeschichte als Teil einer übergeordneten Geschichte der gebauten Umwelt, in der Bau-, Stadt- und Landschaftsplanung ineinander greifen. Gelehrt wird eine Architekturgeschichte, die bei aller Historizität immer wieder auf ihren Aktualitätsbezug untersucht wird. Dabei lernen die Studierenden den Wandel ästhetischer Erscheinungsformen kennen und bekommen einen Überblick über die Entwicklung unterschiedlicher Bautypen. Es geht nicht um das Narrativ einer Stil- oder Typengeschichte, vielmehr werden religiöse, politische, kulturelle, technische und wirtschaftliche Bedingungen von Raum, Architektur und Stadt aufgezeigt. Die Geschichte der gebauten Umwelt unterliegt Gesetzmäßigkeiten und Regeln, die die Nutzer, die Auftraggeber und die Architekten ihr geben.

Aufgebaut ist die Vorlesung in einer chronologischen Abfolge, die ein Grundlagenwissen über das Bauen von der Antike bis in die Gegenwart aufbaut und die Studierenden mit den Grundbegriffen der Architektur, der Stadt- und Landschaftsplanung vertraut macht. Baupraxis und Architekturtheorie werden in ihrer gegenseitigen Beeinflussung dargestellt. Ziel ist, die gebaute Umwelt jedweder Epoche in ihrer Kontextualität zu begreifen, Handlungsmuster und Akteure beschreiben zu können und eine Sensibilität für die Architekturgeschichte der gebauten Umwelt zu entwickeln.



Zusammen mit Studierenden der Filmklasse von Prof. Yana Drouz der Kunsthochschule Kassel haben Studierende des Fachbereiches „Architektur, Stadt und Landschaftsplanung“ seit dem Winter 2010/11 mehrere Semester lang an einem Dokumentarfilm über Kassel gearbeitet. Diese Arbeit möchten wir weiter fortsetzen. Das Ziel dieses Seminares ist es, einen Dokumentarfilm über Kassel zu erstellen.

Zu Beginn unserer Arbeit ging es um den Kasseler 50er-Jahre-Architekten Paul Bode, sein Kaskade Kino, sein Wohngebäude im Rosental und das Staatstheater. Im Sommersemester 2017 haben uns mit dem Kasseler Stadtteil „Vorderen Westen“ beschäftigt, den Sigmund Aschrott gegründet hat. Im Wintersemester 2017-18 ist ein Kurzfilm entstanden, der von einem Bienenzüchter in der Nordstadt handelt. Auch wurde eine Großmutter zu ihren Kriegserinnerungen befragt. Im Sommersemester 2018  wurde ein Kurzfilm über den Immobilienmarkt in Kassel und über das Thema Mobilität gemacht. In den folgenden Semestern wurden Filme über Lieblingsorte in Kassel und über erste Eindrücke in der Stadt erarbeitet, sowie ein weiteres Interview zu den Erfahrungen beim Angriff 1943 auf Kassel gedreht. Im letzten Semester wurden Filme über Grimms Märchen, über Waschbären in Kassel und über das Flussbad Jungborn gedreht.  Ein Neueinstieg ist möglich, wir freuen uns über jede Unterstützung.

Leitungen: Jeder Studierende soll einen eigenen kurzen Filmbeitrag und einen kurzen Text dazu erarbeiten. Die Studierenden der Filmklasse helfen bei der technischen Umsetzung der Idee. Dabei werden wichtige Kompetenzen in Planung, Recherche und Filmtechnik erworben.

Das Thema dieses Semesters sind Kasseler Industriefirmen und der Industriestandort Kassel.