Die Vorlesung vermittelt Architekturgeschichte als Teil einer übergeordneten Geschichte der gebauten Umwelt, in der Bau-, Stadt- und Landschaftsplanung ineinandergreifen. Gelehrt wird eine Architekturgeschichte, die bei aller Historizität immer wieder auf ihren Aktualitätsbezug untersucht wird. Dabei lernen wir den Wandel ästhetischer Erscheinungsformen kennen und bekommen einen Überblick über die Entwicklung unterschiedlicher Bautypen. Es geht nicht um das Narrativ einer Stil- oder Typengeschichte, vielmehr werden religiöse, politische, kulturelle, technische und wirtschaftliche Bedingungen von Raum, Architektur und Stadt aufgezeigt. Die Geschichte der gebauten Umwelt unterliegt Gesetzmäßigkeiten und Regeln, die die Nutzer, die Auftraggeber und die Architekten ihr geben. Was wir wollen, ist diese Handlungsmodalitäten in ihrer gegenseitigen Bedingung und wechselnden Bedeutung zu verstehen.

 

Aufgebaut ist die Vorlesung in einer chronologischen Abfolge, die ein Grundlagenwissen über das Bauen von der Antike bis in die Gegenwart aufbaut und die Studierenden mit den Grundbegriffen der Architektur vertraut macht. Baupraxis und Architekturtheorie werden in ihrer gegenseitigen Beeinflussung dargestellt. Ziel ist, die gebaute Umwelt jedweder Epoche in ihrer Kontextualität zu begreifen, Handlungsmuster und Akteure beschreiben zu können und eine Sensibilität für die Berufsgeschichte des Architekten zu entwickeln.

 

Beginn im SoSe2019: 18. April 2018

Studienleistung: schriftlicher Bericht, mündliche Prüfung

Mündliche Prüfung: 29./30. Juli 2019