Die Veranstaltung eröffnet eine vertiefende Auseinandersetzung mit Fragen der (Berufs)Bildungsforschung im Kontext von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Hierzu werden einschlägige Begriff und theoretische Konzepte erarbeitet und im Kontext allgemeinbildender und beruflicher Schulen reflektiert. Angestrebte Lernergebnisse sind ein reflektierter Zugang zu Forschungsergebnissen sowie die Beschäftigung mit Forschungsmethoden. Dabei werden außerdem methodische Kenntnisse, die auch für die Erstellung von Qualifikationsarbeiten bedeutsam sind, vermittelt: Was ist und wie erstelle ich ein kohärentes Forschungsdesign? Was ist bei der Entwicklung eines Fragebogens zu beachten? Wie führt man Interviews? Und wie wertet man sie aus?


Der sich gegenwärtig abzeichnende Bedarf an Fachkräften erfordert ein Umdenken bei der Nachwuchskräftegewinnung. Hierbei sind nicht nur junge Menschen mit guten und sehr guten Ausgangsvoraussetzungen in den Blick zu nehmen, sondern ebenso junge Menschen mit ungünstigen bzw. weniger guten Startvoraussetzungen, denen der Übergang von Schule zu Ausbildung/Beruf nicht gelingt. Niedrigschwellige Qualifizierungskonzepte können hier Perspektiven eröffnen, um den Einstieg in formale Ausbildungs-/Beschäftigungsfelder zu ermöglichen" (Brutzer 2015, S. 647).

Im Kontext des Seminars wird u.a. beleuchtet, was unter Niedrigschwelligkeit verstanden wird, an welchen Personenkreis sich niedrigschwellige Ansätze richten, wie niedrigschwellige Ansätze in der berufs-/bildungspolitischen Debatte bewertet werden und wie entsprechende Qualifizierungskonzepte auszusehen haben, um nachhaltige Übergänge zu eröffnen.  

Veranstaltung zum Erwerb der Studienleistung zu M3 aus dem SoSe 2018