ACHTUNG RAUM: Die Veranstaltung findet statt im Innovative Learning Lab (ILL), WISO A, Raum 1213

Die Entrepreneurship Education befasst sich im Kern mit der Frage, welche Kompetenzen und Fähigkeiten zur Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen notwendig sind, beispielsweise im Rahmen von Gründungsvorhaben. Hinzu kommen im weiteren Sinne Aspekte wie Werte, Kultur und das soziale und ökonomische Umfeld. Ebenso relevant sind die Fragen, wie dieses Wissen bzw. diese Fähigkeiten vermittelt werden und an welchen Stellen (Schulen, Berufsschulen, Universitäten oder gezielte Gründungsförderung) bzw. auf welche Weise (Themen wie e-learning gewinnen hier immer mehr an Relevanz). Auch das Entrepreneurship im Kontext von (bestehenden) Unternehmen bietet spannende Ansatzpunkte; Corporate Entrepreneurship und die Förderung von Gründungsmentalität von Mitarbeitern ebenso wie das Spannungsfeld zwischen Konzern und Selbstständigkeit.

 Ziele:

Das inhaltliche Ziel der Veranstaltung ist die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Forschung der Entrepreneurship Education sowie ihrer zahlreichen Facetten. Durch seinen interdisziplinären Charakter bieten sich genügend Anknüpfungspunkte mit anderen Forschungsfeldern, wie beispielsweise Personal, Organisation, Psychologie, betriebliche Weiterbildung, Arbeits- und Organisationssoziologie, sodass vorherige Kenntnisse in diesem Bereich nicht zwingend erforderlich sind.

Das methodische Ziel ist es, Ihnen die nötigen Fähigkeiten zu vermitteln, einen eigenen Beitrag in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für eine spätere akademische Karriere. Hierzu ist der Ablauf des Seminars an die Erstellung eines wissenschaftlichen Aufsatzes gekoppelt. Bei erfolgreicher Teilnahme am Seminar und entsprechender Qualität des Aufsatzes werden wir diesen mit Ihnen in einem Sammelband veröffentlichen.

Die Veranstaltung richtet sich an engagierte Studierende mit einer Affinität zu wissenschaftlicher Arbeit bzw. jene, die ihre Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten ausbauen möchten. Wir möchten mit diesem Seminar ebenfalls Studierende ansprechen, die ggf. einen akademischen Werdegang anstreben ersten Einblick in die wissenschaftliche Praxis erhalten möchten.

 Format:

Der Kurs soll es den Teilnehmer*innen ermöglichen, in zeitlich begrenztem Rahmen über ein Semester unter „Realbedingungen” eine Facharbeit zu einem forschungsnahen Spezialthema zu konzipieren, zu erstellen und zu überarbeiten. Wir werden Sie in diesem Prozess methodisch begleiten, Ihnen an den passenden Stellen den nötigen Input geben und einen Rahmen bieten, innerhalb dessen Sie sich an einer ersten Forschungsarbeit ausprobieren können. Das Ergebnis des Kurses ist die Erstellung und Veröffentlichung eines Fachbuchs zum Thema, zu dem Sie Ihre Facharbeit als ein Kapitel beisteuern.

In der Auftaktveranstaltung erhalten Sie weitere Informationen sowie eine Einführung in das Thema. Auf dieser Basis und mit Hilfe der Einführungsliteratur erarbeiten Sie alleine oder in 2er-Teams eigenständig eine Leitfrage, die Sie in einer Ideenrunde vorstellen und mit den Kursteilnehmern diskutieren. Im Folgenden erstellen Sie eine Rohfassung Ihrer Arbeit, zu der Sie erneut Feedback vom Kurs erhalten. Hiernach beginnt der Überarbeitungsprozess. Am Ende des Seminars stellen Sie das fertige Buchkapitel im Rahmen einer Posterpräsentation vor.

(HINWEIS: Alle Fragestellungen müssen literaturbasiert, nicht empirisch, diskutierbar sein, da wir im Rahmen des Seminars keine eigenen empirischen Forschungsvorhaben verwirklichen können. Gerne können wir an Ihre Fragestellung aber eine empirische Abschlussarbeit anknüpfen.)

Ziel der Veranstaltung ist die Auseinandersetzung mit der Frage der Vielfalt von arbeitenden Menschen in (jungen) Unternehmen. Was ist diese Vielfalt und wie zeigt sie sich in der täglichen Arbeit? Inwiefern konfligiert diese mit bestehenden Unternehmensstrukturen und -prozessen? Gibt es genug Raum für die Potentiale der einzelnen Personen? Wieviel Vielfalt verträgt ein junges oder etabliertes Unternehmen und wie ist diese zu managen?

Die Arbeit in Teams wird sowohl bei Unternehmensgründungen als auch bei etablierten Unternehmen immer wichtiger. Wieviel Diversität verträgt ein (Gründungs-)Team - und ist die Frage der Teamdiversität damit auch eine Führungsaufgabe? Inwieweit ist der Umgang mit Diversität überhaupt eine Führungsaufgabe und gilt dies auch für Unternehmen, die sich gerade gründen?

Schließlich stellt sich auch die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen im Umgang mit Diversität. Welche Rolle spielt hier das Antidiskriminierungsgesetz oder eine Selbstverpflichtung, wie sie sich in der Charta der Vielfalt ausdrückt?

Das Thema ist dabei von Interdisziplinarität geprägt, denn es berührt die Felder des Entrepreneurship und der Organisationsforschung, aber auch Fragen der betrieblichen Weiterbildung, der allgemeinen Soziologie sowie der Arbeits- und Organisationssoziologie.

Das Seminar soll die Grundlage schaffen, die Komplexität des Themas zu verstehen, eigenständig eine Themenstellung daraus zu entwickeln und einen entsprechenden Argumentationsgang zu entwickeln.

Entsprechend ergeben sich folgende Themenschwerpunkte:

  • Diversity und Entrepreneurship,
  • Diversity in Teams und
  • Diversity als Führungsaufgabe