Der zweite Praktikumsabschnitt (SPS2) dient der Vertiefung des Praxisbezugs im Unterrichtsfach Musik. Neben den Grundlagen der Unterrichtsplanung und -Analyse werden didaktisch-methodische Problemstellungen bearbeitet und fachdidaktische Fragen diskutiert. Die Umsetzung erfolgt mit Unterstützung durch Mentor/innen an der jeweiligen Schule. 

Das Seminar beschäftigt sich mit instrumentalmusikalischen Anteilen im Musiktheaterkontext. Dazu werden drei Arten der Instrumentalmusik betrachtet, die im Rahmen von Musiktheaterwerken zum Einsatz kommen: Ouvertüren bzw. Vorspiele, Zwischenmusiken sowie Ballett und Tanz.

Ausgehend von der historischen Entwicklung sollen jeweils Form und Motivation anhand von ausgewählten Beispielen untersucht werden. Fragestellungen können dabei unter anderem sein: Welche Arten von Ouvertüren und Zwischenmusiken gibt es? Wie haben sie sich bis zum zeitgenössischen Musiktheater entwickelt? Welche Rolle spielen Musikstücke in Bezug auf das Operngeschehen? Aus welcher Motivation heraus wurden sie eingesetzt? Gab es zeitspezifische Konventionen?

Ziel des Seminars ist das Aufzeigen von Entwicklungen in der Musikgeschichte sowie die Diskussion über musik- und dramenästhetische Fragestellungen. Quasi als Nebenprodukt soll sich zudem das persönliche Hörrepertoire erweitern.


Akustische Ereignisse sind flüchtig und manchmal schwer mit Worten zu beschreiben. Aufgaben, in denen Musik in andere Ausdrucksbereiche (z. B. Bild, Bewegung, Szene, Text) transformiert werden soll, können das Hören fokussieren und vertiefen, nonverbale Stellungnahmen zum Gehörten ermöglichen und Gesprächsanlässe bieten. Transformationsaufgaben in umgekehrter Richtung (z. B. Verklanglichung eines Bildes) können dazu dienen Gestaltungsimpulse zu generieren oder eine Auseinandersetzung mit Analogien zwischen den Künsten anzuregen. Das Seminar wird einen Einblick in den musikpädagogischen Diskurs zu Transformationsaufgaben gegeben. Zudem werden ausgewählte Aufgaben praktisch erprobt und diskutiert.

 In den nächsten zwei Semestern beschäftigen wir uns mit dem persönlichsten aller Musikinstrumenten, der Stimme . Ausgehend von ihren drei Grundfaktoren (Atmung, Tönung, Lautung) untersuchen wir die Kunst des Sprechens (und ihre unzähligen Spielarten). Um das Konzept der "Variation" textlich zu verdeutlichen, werden wir uns Raymond Queneaus Werk "Stilübungen" vornehmen, 99 unterschiedliche Abwandlungen ein und derselben Geschichte. Auf wievielen Arten kann ich einen Text sprechen? Wie geht man "musikalisch" mit ihm um? Welche Parameter lassen sich auf das künstlerische Sprechen anwenden? Welche Möglichkeiten gibt es, einen Text "chorisch", mehrstimmig zu interpretieren? Und was passiert mit seiner Verständlichkeit, mit seiner Bedeutung? Auf der praktischen Suche nach Antworten werfen wir einen Blick auf Werke und Strategien ausgewählter Künstler und Komponisten: G. Rühm, M. Lentz, D. Schnebel, P. Ablinger, A. Bosetti, D.Moss, M. Monk etc.
 
Da wir am 20.12.2019 unser erwobenes Können im Rahmen der Reihe "Soundcheck" öffentlich zeigen werden, und zwar in einer szenisch-musikalischen Aufführung gemeinsam mit Studierenden von Frau Nesyba, Frau Werbick und Herrn Volkmer zum Thema "Lamento-Bass", bitte ich Sie den 18.12 (ab 10h) und den 19.12. (ab 16h) für Haupt- und Generalproben frei zu halten.

Bitte, bedenken Sie, dass ab diesem Semester "Projektarbeit" und "Angewandte Musikwissenschaft" nur "gemeinsam" besuchbar sind, als Doppelpack, sozusagen. Deswegen tragen die Veranstaltungen auch denselben Namen...


In diesem praktisch angelegten Seminar beschäftigen wir uns mit dem Medium Tablet, und zwar im Hinblick auf ein fächerübergreifendes Unterrichtsangebot in der Grundschule. Ausgewählte Apps werden die Werkzeuge unseres Experimentierlabors bilden: In Kleingruppen werden wir den Klängen unserer Umgebung lauschen, sie aufnehmen, umgestalten und sie letztlich in eine künstlerische Form bringen. Wie unterscheiden sich Geräusche? Welche Eigenschaften haben sie? Welche Geschichten erzählen sie? Sind sie schon Musik? Was heißt es mit Klängen zu komponieren? Und vor allem, welche Mechanismen und Herausforderungen entstehen, wenn der Schaffungsprozess nicht individuell sondern kollektiv gestaltet wird?

Der Seminar setzt keine musikalische Bildung voraus und ist deswegen für alle geeignet.