Bauworkshop Forschungsstation

 

Nach der planerischen Vorbereitung im Projekt „Out of the box: Forschungsstation documenta institut“ erfolgt in einem dreiwöchigen Workshop die Umsetzung auf dem Grundstück in der Kasseler Innenstadt. Auf Basis der Planungen werden folgende Arbeitsschritte im Selbstbau verwirklicht:

-     Einrichtung der Bauhütte mit Werkplatz

-     Vorbereitung des Baugrunds, Bau der Entwässerung, der Fundamente

-     Errichtung des Holzrahmens, Dachdeckung

-     Herstellung und Montage der weiterentwickelten Gebäudehülle incl. Verglasung

-     Signage

-     Installationen (Elektro, Sanitär, Küche, Heizung)

-     Innenausbau

-     Gestaltung des Aussenraums incl. Gärtnerarbeiten

-     Oberflächenbehandlung der Aussenbauteile

 

Das Projekt wird in Präsenz-Lehre durchgeführt. Die Arbeiten finden vor Ort in Kassel  statt und werden ggfs. durch Werkstattarbeit in Brandthaus oder Kunsthochschule ergänzt. Handwerkliche Erfahrung wird begrüsst, ist aber nicht zwingend erforderlich.

 

Gesamtdauer: 3 Wochen, davon min. Präsenz: 14 Tage

 

Zeitraum: 26.Juli-13.August 2021


Seit 10 Jahren ist eine Sanierung der ikonischen Theaterdoppelanlage von ABB (1963) bzw. ein Ersatz-Neubau in Diskussion. Januar letzten Jahres entschied sich die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt Main für den Abriss der Bestandbauten. Doch ein breiter Protest war die Folge, an dem das Fachgebiet maßgeblich beteiligt war (siehe www.zukunft-buehnen-frankfurt.de). Bis zum Ende des Jahres konnte durchgesetzt werden, dass das Glasfoyer mit seiner großen Raumskulptur des rumänisch-schweizerischen Künstler Zoltan Kemeny unter Denkmalschutz gestellt wurde und somit erhalten bliebt. Doch wie nun weiter?

In dem Entwurfsprojekt für Masterstudierende (Optional auch als Vertiefungsprojekt) wollen wir drei Szenarien eines Weiterbauen des Bestandes untersuchen. Dabei geht es um eine Verbindung von Teilerhalt und Neubau, verbunden mit einer konzeptuellen Neuinterpretation des Bestandes. Wie kann man diesen Baukomplex aus der Nachkriegsära aktualisieren, und zugleich meiner stofflichen Substanz arbeiten? Wie lassen sich so neue urbane Qualitäten generieren? Wie können innovative Raumkonzeption für zeitgenössische Theaterproduktionen geschaffen werden?

Begleitet wird das Projekt von einem Recherche- und Theorieseminar (Lehrende: Dr Sandra Mareis), dessen Teilnahme für die Projekteilnehmer obligatorisch ist.

Schwerpunkt-Projekttag ist Dienstag Nachmittags.

 


Einwahl:  Für alle Seminare welche das Moduls A-2.1-01 (Architekturtheorie Master) abdecken findet wie jedes Semester eine Einwahl statt. Die zwingend erforderliche Einwahl in die Theorie-Seminare findet ausschließlich online statt und ist vom 12.4.2021 bis 14.4.2021 (24:00) Uhr. Eine Benachrichtigung der Zuordnung erfolgt dann am Folgetag mit allen weiteren organisatorischen Infos zum Kurs. Die Online-Kurse beginnen in der Folgewoche gemäß Stundenplan. Eine Einführungen in die Themen durch die Dozent*innen stehen ab dem 8.4.2021 auf http://www.uni-kassel.de/go/ath zur Verfügung. 

Erster Termin Montag 19.4.2021 10 Uhr via Zoom. Online-Tools im Seminar: Zoom, Miro, Powerfolder, Moodle

Lucius Burckhardt lehrte von 1973 – 1993 an der Gesamthochschule Kassel. Ausgehend von lokalen Beobachtungen und Interventionen entwickelte er Thesen von allgemeiner Relevanz, die international und disziplinübergreifen Anerkennung fanden. Im Kontext des Universitätsjubiläum wollen wir uns dieser bislang nahezu unerforschten, aber spannenden wie relevanten Thematik widmen. Ausgangspunkt des Forschungsseminar sind die ikonische Lehrforschungsprojekte von Lucius Burckhardt:

1975 Denk mal nach!/ 1976 „Urspaziergang“ /  1978/79 Exkursion zum Hohen Meissner/ 1981 Seminar im Erdbebengebiet des Belice (Sizilien)/ 1980 – 1982 documenta urbana, Sichtbar machen/ 1981 - Bundesgartenschau Karlsaue  — Durch Pflege zerstört/ 1985: 0 m- Spaziergang im Bergpark Wilhelmshöhe/

1987-  1988 Die Fahrt nach Tahiti  Dönche, Kassel und Bovisa, Mailand/ 1992/93 Autofahrerspaziergang/  1993 „Das Zebra streifen”

Jedes dieser Projekte soll durch Analyse von Literatur und Archivmaterial, durch Befragung von Beteiligten, kartographischen Rekonstruktionen etc. nachvollzogen und analysiert werden. Fragen hierbei sind: Was war der Kontext und Anlass zu dem Projekt? Wer war Beteiligt und wer hat was gemacht und beigetragen? Wie verliefen die Projektes zeitlich und räumlich? Wie wurden sie rezipiert und wie wirkten sie sich aus?

Die Ergebnisse sollen Eingang finden in eine Publikation und Ausstellung. Das Fachgebiet wird die Thematik über einen mehrsemestrigen Zeitraum verfolgen und vertiefen.


Dieses Semester wird die Vorlesung als Videostream auf Basis der Aufzeichnung vom Sommersemester 2019 angeboten, in dem Ruth Hanisch las über „Theorie, Bau, Kritik: Wiener Positionen 1889 bis heute“. Jede Woche wird Mittwochs eine Vorlesung freigeschaltet, über die bis zum Abend als Studien- und Prüfungsleistung ein kurzer Kommentar von einer Seite zu schrieben ist.

Die Vorlesung vermittelt den Studierenden über das paradigmatische Beispiel der Wiener Entwicklung einen fundierten Einblick in die moderne, post- und spätmoderne Architektur- und Städtebautheorie. Die Stadt Wien war in den letzten 150

Jahren ein wichtiges Zentrum des Modernediskurses mit Protagonisten wie Camillo Sitte, Otto Wagner, Adolf Loos, Otto Neurath, Josef Frank, Bernard Rudofsky, Hans Hollein und Coop-Himmelblau. Im Zentrum jeder Einheit steht ein Text, der den Studierenden auch zur Verfügung gestellt wird; dieser wird detailliert besprochen und im Kontext des zeitgenössischen Baugeschehens analysiert. Texte und architektonische Praxis werden stets aufeinander bezogen.

Erster Termin

Eine kurze Einführung mit organisatorischen Hinweisen findet als Zoomsitzung am Mittwoch, den 14. April um 12.00 statt, in der der Fachgebietsleiter alle Fragen zu der Veranstaltung live beantwortet. Die erste Vorlesung findet am Freitag, den 23. April statt Teilnehmer müssen sich in Moodle anmelden.

 

Zoom-Meeting

https://uni-kassel.zoom.us/j/94340937461

Meeting-ID: 943 4093 7461

 

 


In der Kunst- und Architekturgeschichte gelten textile Objekte häufig als minderwertig, obwohl die Herstellung von Textilien als eine der ältesten Kulturtechniken gilt. Das Seminar widmet sich dem Medium Textil in seinen unterschiedlichen Ausprägungen von der Antike bis in die Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert liegt. Berücksichtig werden dabei so verschiedene Themen wie Techniken und Herstellungsverfahren, die Gestaltung textiler Räume, die Repräsentation des Textilen in Medien wie der Malerei, die Mobilität textiler Objekte oder Aspekte von Gender.

 

Sollte es die Pandemie zulassen, werden wir ein oder zwei Sitzungen in Institutionen vor Ort abhalten.

 

Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben und auf moodle bereitgestellt. Zum Einlesen lohnt sich ein Blick in zwei Publikationen: Mateusz Kapustka, Anika Reineke, Anne Röhl, Tristan Weddigen (Hg.), Textile Terms: A Glossary, Emsdetten u. Berlin 2017 sowie: Amelia Peck (Hg.), Interwoven Globe: The Worldwide Textile Trade, 1500–1800 (Ausst. Kat. Metropolitan Museum, New York), London 2013.




Im Rahmen eines offenen interdisziplinäre Lehrangebots wollen wir uns mit der Denkmallandschaft in Kassel kritisch befassen: Welche fragwürdigen Denkmale gibt es, welche Denkmäler sollte es geben (die aber fehlen), welche Denkmalkonflikte gab es, wer sind die Initiatoren der Denkmäler, wer und was ist repräsentiert und was nicht? Von besonderem Interesse sind Themen des heutigen Rechtsradikalismus, der NS-Zeit, Kriegerdenkmäler und Denkmäler des Kaiserreich, aber auch andere Fragestellungen sind möglich. Ziel ist es, im Rahmen der Arbeitsplattform zum einen, zu einzelnen Themen zu recherchieren und zum anderen, zu kommunizieren. Einerseits durch eine gemeinsame performative, kritische kommentierende Intervention im öffentlichen Raum im Sommer. Anderseits wollen wir gemeinsam das Wissen in bestehende Plattformen einschreiben (Wikipedia, Open-Street-Map) und überlegen, wie in Zukunft eine Internetplattform zum Thema oder Stadtführungen als Podcast gestaltet werden können.

Jeder Teilnehmende kann eine eigene Arbeitsform wählen und dem entsprechen auch seine Studien- und Prüfungsleistung erbringen, ob etwas seminaristisch, als Vorbereitung einer Abschlussarbeit im Folgesemester oder als Projekt. Die Arbeitsplattform steht Studierenden verschiedener Studienrichtung offen. Die entsprechende Modulnummer wird gemäß des jeweiligen Arbeitsansatzes und -einsatzes (sowie Studiengangs) verabredet.

Eine parallele Teilnahme an der Vorlesung von Prof. Christine Pflüger  „Geschichtskultur - Vom Umgang mit der Vergangenheit in der Gegenwart“ (FB05.GES.34) wird dringend empfohlen. Zudem ist ein Austausch und punktuelle Kooperation mit dem Seminar von Dr. Nanne Buurmann: „d is for dis/continuity? Forschungsseminar zur Frage nach NS Kontinuitäten bei der documenta“ (Kunsthochschule. FB20_Kuwi.024) verabredet. Zur Lehrveranstaltung werden mehrere Gäste zum Gespräch eingeladen. Eine gemeinsame Stadtexkursion im Sommer ist angedacht.

Interessierte am potenziellen Projektangebot befolgen bitte die Hinweise im HIS-PSO Eintrag zum Projektangebot. (Vorab-Bewerbung bis 10. April)

Einwahl für eine seminaristische Teilnahme für Studierende des FB 06:  Für alle Seminare welche das Moduls A-2.1-01 (Architekturtheorie Master) abdecken findet wie jedes Semester eine Einwahl statt. Die zwingend erforderliche Einwahl in die Theorie-Seminare findet ausschließlich online statt und ist vom 12.4.2021 bis 14.4.2021 (24:00) Uhr. Eine Benachrichtigung der Zuordnung erfolgt dann am Folgetag mit allen weiteren organisatorischen Infos zum Kurs. Die Online-Kurse beginnen in der Folgewoche gemäß Stundenplan. Eine Einführungen in die Themen durch die Dozent*innen stehen ab dem 8.4.2021 auf http://www.uni-kassel.de/go/ath zur Verfügung. 

Teilnahmeinteressenten anderer Fachbereiche (FB 05, Kunsthochschule) senden bitte eine E-mail mit kurzer Benennung der Motivation/ Themeninteresse bis zum Mittwoch den 14.4.  an: oswalt@asl.uni-kassel.de

Erster Veranstaltungstermin: Montag, der 19. April, 12:00 via Zoom.