In diesem Seminar wollen wir gemeinsam zu verstehen versuchen, ...

  • was abweichendes Verhalten sein soll?
  • was bzw. wer unsere Mitmenschen zu Devianten oder Delinquenten machen kann?
  • welche Formen Devianz oder Delinquenz annehmen kann?
  • was die Konsequenzen einer Etikettierung bzw. Stigmatisierung als deviant oder delinquent sein können?
  • [aber auch] welche soziale Funktionen Abweichung oder Delinquenz haben können?

Es empfiehlt sich dazu die Lektüre eines Lehrbuches (wahrscheinlich englischsprachig), dass uns über unterschiedliche theoretische Zugänge zu sozialer Devianz bekannt macht.


Das Seminar hilft bei der Vermittlung von Informationen und Kompetenzen zur Selbstorganisation des Studiums beim Übergang von der Schule in die Universität. Im Mittelpunkt stehen Verständnis und Interpretation wissenschaftlicher Texte, wissenschaftliches Schreiben sowie die Selektion und Strukturierung von Inhalten zur Aufarbeitung für Hausarbeiten. Einen weiteren Fokus bildet die Entwicklung einer soziologischen Perspektive auf soziale Phänomene.


Beschleunigung, Flexibilisierung, Verflüchtigung, Ruhelosigkeit… Im Seminar beschäftigen wir uns mit einschlägigen zeitsoziologischen Diagnosen. Im Fokus soll dabei unser subjektives Zeitbewusstsein stehen: Im Anschluss an die phänomenologische und interaktionistische Theorie wird Zeit als symbolische Sinnstruktur verstanden, die hilft, die Welt zu begreifen und zu ordnen. Sie ist für Menschen wirklich, wenn sie erlebbaren Inhalt hat, also Ereignisse, die ihrem Denken und Fühlen eine Grundlage geben.


„Einmal arm, immer arm?“. Diese Frage konnten Vertreter*innen einer dynamischen Armutsforschungsperspektive mit „Nein“ beantworten, weil sie Armut nicht als andauernden, sondern temporärer Zustand konzipierten. Im Kern handelt es sich um eine neuere Methodik, in der auf das Individuum bezogene Langzeituntersuchungen favorisiert werden. Zentrale methodische Intension ist, „Zeit“ als eigenständige Analysedimension zu etablieren. Dabei profitieren Forschende von technischen Entwicklungen in der Surveyforschung, die neue Erkenntnisse zur Dauer von Zuständen ermöglichen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung dieser Auswertungsverfahren von Ereignissen und Verläufen (Verlaufs-, Ereignis- und Sequenzmusteranalysen). Als Grundlage dienen aktuelle empirische Studien, die das jeweilige Verfahren anwenden. Zum vertiefenden Verständnis konsultieren wir methodische Literatur. Die so erschlossenen Techniken vertiefen wir in eigenen Auswertungen des Sozioökonomischen Panels (SOEP) mit der Software Stata.