1. Termin: Dienstag 10. November – 10.00 Uhr als Zoom-Konferenz

AUFGABE

Für Diskurse im Urbanismus sind unterschiedliche Medien von Bedeutung. Eine zentrale Position nimmt dabei die Publikation ein. Im Buch- oder Magazinformat werden städtische Themen präsentiert, verhandelt und zur Diskussion gestellt. Im Seminar betrachten wir das Medium „Publikation“. Wir widmen uns der Frage wie Publikationen Bedeutung herstellen, welche Rolle Gestaltung dabei spielt und mit welchen Mitteln sie Informationen gliedert. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Buch- und Heftreihen liegen. Auf Grundlage der gemeinsamen Analysen werden aus dem Material des Seminars „Nach der Kernkraft – Konversionen des Atomzeitalters“ Prototypen von Publikationen erstellt. Die Anwendung von InDesign als Werkzeug wird als Teil des Seminars erläutert. Das Seminar findet in Gruppenarbeit statt. 

INHALTE UND UMSETZUNG

Im Seminar werden Publikationen und Publikationsreihen zu architektonischen und urbanen Themen untersucht. Zusätzlich wird Anhand der Ausstellung und der Publikation „Die Bodenfrage – Klima, Ökonomie, Gemeinwohl“ die Übertragung von Ausstellungsinhalten in das Medium Buch betrachtet. Aufbauend auf ein InDesign-Tutorial, welches praktische Tools zum Layouten vorstellt, werden editorische und gestalterische Kompetenzen entwickelt und praktisch erprobt. Die Inhalte des Seminars/Ausstellung „Nach der Kernkraft – Konversionen des Atomzeitalters“ werden dabei in ein Buchformat übersetzt. Dabei werden verschiedene Kapitel in Kleingruppen bearbeitet.

LEHRENDE

Anna Kraus studierte Kommunikationsdesign in Darmstadt und Jerusalem. Sie beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Kommunikation komplexer Inhalte in Ausstellungen und Publikationen. Thomas Rustemeyer studierte Architektur mit dem Schwerpunkt Städtebau am KIT Karlsruhe und der UdK Berlin. Er gestaltet und realisiert Ausstellungen, Publikationen und Zeichnungen als diskursive Medien. Ihm geht es dabei um das Herstellen, Verschieben und Untergraben von Bedeutung.



In dem Kolloquium werden Methoden und Werkzeuge des städtebaulichen Entwerfens vorgestellt und in der gemeinsamen Diskussion vertieft. Dabei steht die diagrammatische Zeichnung sowohl als Entwurfs- wie auch Vermittlungsmethode städtebaulichen Entwerfens im Mittelpunkt. Es richtet sich in erster Linie an Masterand*innen mit einem entwerferischen Schwerpunkt.

 S-2.0-04         WP in ASL / Studienleistung: Methodenkompetenz

 S-2.0-05         WP in ASL / Studienleistung: Künstlerische Fertigkeiten und Darstellung



Profilprojekt Städtebau

In vielen europäischen Städten hat der Tourismus mittlerweile ein Level erreicht an dem es zu offenen Konflikten zwischen den Bewohner*innen und den Tourist*innen kommt. Dieses Phänomen des “Overtourism” wird von der UNWTO (World Tourism Organization) definiert als “the impact of tourism on a destination, or parts thereof, that excessively influences perceived quality of life of citizens and/or quality of visitors experiences in a negative way”. In dem Projekt werden städtebauliche und architektonische Lösungen für besonders betroffene Orte in Berlin entwickelt. 

Hintergrund

In einem Seminar im Sommersemester wurde dieses noch relativ junge Phänomen an Hand von Fallstudien für vierzehn europäische Städte vergleichend untersucht. Dies sowohl quantitativ an Hand von Daten, aber auch qualitativ-räumlich – welche Orte in den Städten sind besonders betroffen und wie wirkt sich dies auf den Stadtraum aus? Zum zweiten fragte das Seminar nach den Effekten, die die aktuelle Pandemie auf den globalen Städtetourismus hat. An Hand der Recherchen und Kartierungen zeigt sich eindrücklich, wie stark die Entwicklung der Budget-Airlines in Kombination mit Plattformökonomien wie Expedia, Tripadvisor und vor allem Airbnb die Städte und ihre Stadträume zuungunsten der Stadtbewohner*innen verändern.  

Aufgabe

Im Wintersemester werden nun konkrete städtebauliche Projekte zur Begegnung und Linderung der räumlichen und sozialen Auswirkungen des Städtetourismus in Berlin geplant. Dies in Kooperation mit der Senatsbauverwaltung Berlin sowie Visit Berlin, Berlins offizieller Tourismus- und Kongressorganisation. Acht Berliner Teilräume werden dabei vertiefend untersucht und Vorschläge für Städtebau, öffentliche Räume und Architektur entwickelt.

1. Treffen: Donnerstag, 5. November – 14.00 Uhr, Zoom-Konferenz

Starting from a post-pandemic point of view, we have understood that the model of a hyper connected city, sometimes can falls whenever we talk about global economies relationships.

The course will investigate the role of strategic territories as infrastructure from a global point of view, evaluating their geo-political position. The main questions we would raise and explore are related to rethink these areas starting from ecological patterns and sustainable common possibilities.

typology: Studio 

code: FB06.154

professors: G. Pozzi / M. Andolina

date: 1st meeting Thursday 12 November at 14:00 p.m.


This research seminar will explore the wide meaning of ecology to the different fields of contemporary research. The theme will be defined in its broadest sense, as a set of ideas in relationship and reaction between human and their physical, social and experimental worlds. Considering it as the common platform of relations between the disciplines, we will explore the different lens and possibilities of how ecological approaches are shaped in transversal fields of studies.

typology: Seminar 

code: FB06.154

professors: G. Pozzi / M. Andolina

date: 1st meeting Tuesday 10 November at 10:00 am


Grundlagen der Gestaltung (Teil des Einführungsstudios, Modul-Nr.: E-1.0-01)

Die Veranstaltung richtet sich an:

  • Studierende der Stadt- und Regionalplanung in den ersten Bachelorsemestern

Folgende Inhalte werden vermittelt und geschult:

  • Grundlegende Techniken der Gestaltung als Methoden und Instrumente des bildnerischen Erkenntnisprozesses und zur Vermittlung von Planungsinhalten
  • Gestalterische Techniken der visuellen Kommunikation, die zielgerichtet Anwendung für Texte, Diagramme und konventionelle Pläne in Planungsprozessen finden sollen
  • Die Fähigkeit zur Kommunikation, Vermittlung und Präsentation von planerischen Prozessen und Inhalten mit gestalterischen Mitteln

--> Vom Abbild des Raumes über dessen Interpretation bis hin zur Gestaltung: 

  • Zeichenrepertoire als Grundlage graphischer Darstellungen
  • Grundlagen der räumlichen Darstellung
  • Grundlagen der Fotografie, der Collage und der Montage
  • Grundlagen der Kartographie (Generalisierung und Kategorisierung, Fokussierung und Abstraktion, Maßstäbe, Symbole, Legende, Farbigkeit...)
  • Einsatz unterschiedlichster Formen von Skizzen
  • Graphische Semiologie und Einsatz von Diagrammen, Abstraktion im Gestaltungsprozess 
  • Grundlagen in der Anwendung von Grafiksoftware

--> Präsentieren als Kommunikationsprozess:

  • Perspektiven des Entwerfers und des Rezipienten, Wahl des auf den Rezipienten bezogen geeigneten Kommunikationsmittels
  • (Narrative) Strukturen in Präsentationsformaten - Poster, Artikel und Berichte


Anmeldung über MOODLE:
1. Veranstaltung: Freitag, 06. November – 16.00 Uhr, Webplattform wird über EMAIL bekanntgegeben

 

Curriculum:
Die Lehrveranstaltungen von finden in sechs Einheiten, teilw. in Gruppen statt. Die Veranstaltungen finden überwiegend online statt. Zurzeit ist ein Präsenztermin vorgesehen, optional zwei. Die Veranstaltungen wechseln zwischen theoretischen Inputs und praktischen Übungen zur Anwendung ab:

Kompakteinheit 1
Freitag             06.11.2020      16:00 Uhr       Vorlesung Online                   Gruppe A+B

Kompakteinheit 2
Samstag          14.11.2020      08:00 Uhr       Seminar, Präsenzveranst.       Gruppe A
Samstag          14.11.2020      12:30 Uhr        Seminar, Präsenzveranst.       Gruppe B

Kompakteinheit 3
Freitag             27.11.2020      16:00 Uhr       Vorlesung, online                   Gruppe A+B
Ab Freitag       27.11.2020      08:00 Uhr       Seminar, Onlinetutorial         Gruppe A+B

Kompakteinheit 4
Freitag             18.12.2020      16:00 Uhr       Vorlesung, online                   Gruppe A+B
Ab Freitag      18.12.2020      08:00 Uhr       Seminar, Onlinetutorial         Gruppe A+B

Kompakteinheit 5
Freitag             22.01.2021      16:00 Uhr       Vorlesung, online                   Gruppe A+B
Ab Freitag      22.01.2021      08:00 Uhr       Seminar, Onlinetutorial         Gruppe A+B

Kompakteinheit 6
Samstag          30.01.2021      ab 09:00 Uhr  Konsultation, Präsenzv. in Kleingruppen     

Änderungen aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen vorbehalten.

Im Einführungsstudio „Die Dreidimensionale Stadt“ werfen wir einen Blick in die Zukunft. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Doch in Zeiten in denen nicht nur die Fachwelt über den Boden als wertvolle Ressource spricht – vor allem für den Klimaschutz, spielt das Thema der Nachverdichtung und Transformation bestehender Stadträume eine große Rolle. Gerade die großen Gewerbegebiete in den Randlagen der Stadt besitzen ein hohes Maß an versiegelter Fläche und eine geringe bauliche Dichte.

In Wintersemester 20-21 widmen uns der Umgestaltung der Kasseler Papierfabrik zu einem zu einem nachhaltigem und zukunftsorientierten Wohnquartier mit kreativen, produktiven und grünen Lebensräumen.

 Aufbauend auf der Entwicklung experimenteller Szenarien, folgt der Entwurf städtebaulicher Konzepte im Maßstab 1:5000 mit anschließender Detaillierung von Teilbereichen in den Maßstäben 1:1.000 und 1:500. Geübt werden Entwurfsgrundlagen des Städtebaus, der Freiraumplanung und des Wohnungsbaus. Räumlich-gestalterische Arbeits- und Denkweisen werden ebenso vermittelt wie Arbeitstechniken des Modellbaus, Skizzierens und Zeichnens. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Studierende in A, S und L.

Das Lehrangebot richtet sich an Masterstudierende, die bereits über erste Kenntnisse in der verbindlichen Bauleitplanung verfügen. Das Ziel besteht darin, das Instrumentarium der verbindlichen Bauleitplanung (B-Plan) in der praktischen Umsetzung geltender Rechtsvorschriften zu konsolidieren und auszubauen. 

Im ersten Schritt erfolgt ein Überblick über die geltenden Rechtsvorschriften und Rechtsgrundlagen (Baugesetzbuch (BauGB), Baunutzungsverordnung (BauNVO), Planzeichenverordnung (PlanZV), Landesbauordnung (LBO)). Zudem werden die unterschiedlichen Aufstellungsverfahren (Normalverfahren, Vereinfachtes Verfahren, Vorhabenbezogener Bebauungsplan) und die sich hieraus ergebenden Rahmenbedingungen für die Beteiligung anhand von Praxisbeispielen erläutert. Im Mittelpunkt bei der Einbeziehung von Praxisbeispielen in die Vorlesungen stehen die Fragen nach der Umsetzung einer städtebaulichen Idee mit den Instrumenten der Bauleitplanung – einerseits im Kontext der gegebenen rechtlichen Regelungsdichte und andererseits der notwendigen Offenheit für zukünftige Entwicklungen. Hierzu werden beispielhaft verschiedene Strategien und Systematiken dargestellt, miteinander diskutiert und letztlich im Übungsteil der Veranstaltung praktisch erprobt. 

Der Übungsteil soll aufbauend auf die Vorlesungsinhalte das selbstverständliche Einbeziehen von rechtlichen Aspekten in das eigene praktische Tun ermöglichen. Anhand eines vorgegebenen städtebaulichen Entwurfs sollen die Studierenden selbstständig einen komplexen und differenzierten Bebauungsplan mit allen notwendigen Inhalten und Festsetzungen bearbeiten.

Boden und Immobilienpreise sowie Mieten steigen in wachsenden Metropolregionen, Universitäts- und Mittelstädten stetig an. Für weite Teile der Bevölkerung wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum innerhalb der Stadtgrenzen zu finden. Neben der Nachverdichtung von innerstädtischen Stadtstrukturen führt die aktuelle Situation auch zunehmend zu einem erhöhten Siedlungsdruck in den suburbanen Räumen. An den Rändern wächst die Stadt scheinbar unkontrolliert in die Landschaft und hinterlässt hier einen mehr und mehr fragmentierten Siedlungskörper. Vormals eigenständige Dörfer im Umland Kassels verlieren ihre Grenzen in der Ausbreitung neuer Siedlungsgebiete. Dieser Wachstumsprozess wird vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Politik des „Eigenen Heimes“ vor den Grenzen der Stadt geprägt. Zudem beschleunigt der  Kampf um die Bindung von Einwohnern und die damit einhergehenden Sicherung der Infrastruktur den zunehmenden Flächenverbrauch. Hierbei handelt es sich um eine Erscheinung, die nicht nur im Großraum Kassel aufzufinden ist. Die Grenzen zwischen den politisch eigenständigen Gemeinden des Landkreises und der Stadt Kassel sind stadträumlich teilweise nicht mehr auszumachen. 

Mit der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren hatte sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, mittels größerer Verwaltungseinheiten leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Mit dem Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen vom 11.07.1972 (sogenanntes „Kassel-Gesetz“) wurde der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) ins Leben gerufen. Seit nunmehr 45 Jahren gestalten die Stadt Kassel und ihre 10 Umlandgemeinden in Form einer gemeinsamen Flächennutzungsplanung eine aufeinander abgestimmte Entwicklungsplanung für die Sektoren Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel und Verkehr. Eines der zentralen Bausteine stellt hierbei das Siedlungsrahmenkonzept, das im Jahr 1994 mit einem zeitlichen Horizont bis 2005 beschlossen wurde, dar. Im Jahr 2006 folgte eine weitere Fortschreibung auf der Grundlage der bis dahin eingetretenen Entwicklung bis zum Perspektivzeitraum 2015. Die hierin festgelegten Siedlungsentwicklungsschwerpunkte (Dichtevorgabe 33 WE/ha) sind mittlerweile größtenteils entwickelt – und erzielen die Dichtevorgaben nicht. Auf der Grundlage des Monitorings 2016 ist festzustellen, dass die Bautätigkeit mit weniger als 500 Wohnungen pro Jahr im Verbandsgebiet hinter den aktuellen Erfordernissen zurückbleibt und es Engpässe für Nachfrager aus unteren und mittleren Einkommenssegmenten gibt. Das Siedlungsrahmenkonzept befindet sich derzeit in einer weiteren Fortschreibung, um die Rahmenbedingungen der nächsten 15 Jahr abzustecken. Wie am 16.7.2020 in der HNA erklärt, geht der Zweckverband Raum Kassel bis zum Jahr 2030 von einem Bedarf von 22.000 Wohneinheiten aus. Dieser Wert ergibt sich aus einer Prognose des Institutes Wohnen und Umwelt. Hierzu wird nach Aussage von Kai Georg Bachmann (Verbanddirektor ZRK) eine Fläche von 6,29 Quadratkilometern (oder 629 Hektar bzw. 880 Fußballfelder) benötigt. Dies entspricht nach Bachmann etwa der Größe des Baunataler Stadtteils Altenbauna. Gerade einmal die Hälfte des Bedarfs kann laut ZRK über bestehende Entwicklungsflächen abgedeckt werden.

Innerhalb des Studios Kassel VI sollen sich die Studierenden mit der Siedlungsentwicklung der letzten Jahrzehnte innerhalb des Zweckverbandgebietes auseinandersetzen. Konkret sollen die erreichten Dichtewerte und räumlichen Qualitäten innerhalb der realisierten Siedlungsentwicklungsschwerpunkte untersucht werden. Auf dieser Grundlage gilt es im städtebaulichen Entwurf die Obergrenzen der Verdichtungsmöglichkeiten für einen in Frage stehenden Siedlungsentwicklungsschwerpunkt im Kasseler Stadtteil Nordshausen am südlichen Rand der Dönche auszuloten. Das Plangebiet bietet aufgrund seiner Lage und Größe die Möglichkeit, 40 Jahre nach der Planung und Realisierung der documenta urbana, ein neues städtebauliches Experiment als Gegenposition zu den aktuellen Arrondierungen am Siedlungsrand zu wagen.