The seminar surveys the history of Islamic architecture from the rise of the new religion in the 7th century CE to the broad wave of modernization that profoundly changed design, craftsmanship and construction practices in the Islamic societies starting from the 18th century. Student will be introduced to the original types of buildings and the elements of urban fabric developed in the Islamic word during the first centuries of its history. Special attention will be given to the status of master builders and the dissemination of construction expertise across diverse geographic and cultural regions united by the common system of beliefs and religions practices.

The instruction is in English; the course is open to master and bachelor students.


In a sense, the relationship between architecture and extraction is intuitive. Buildings are often composites; assembled from material that is removed from mines, forests, and structures that have been conquered or made obsolete. So why did twentieth century architectural critics and theorists insist that we must study the coal mine in order to understand modern design? What can sites of extraction teach us about the nature of labor, energy use, resource management, and the transformation of the environment-- in physical as well as conceptual terms? Drawing on a series of historical essays, contemporary ethnographies, and speculative practices concerning the future of deep space mining and human settlement beyond the surface of the earth, this course challenges students to reconsider the intuitive relationship between architecture and extractive processes, sites, and cultures. Together, we will investigate how the mine has absorbed techniques and technologies developed in design studios, and how has the design studio been shaped by the techniques and technologies of the mining industry. In the era of climate change and the Anthropocene thesis, can we imagine architecture that divests from the extractive industry?

Im Zuge der Digitalisierung und sich wandelnder Lebens- und Wohnentwürfe erfährt auch das Industrielle Bauen eine Renaissance. Architekten entdecken modulare und industrialisierte Bauweisen für sich und experimentieren mit neuen Materialien, Technologien und Wohnkonzepten.

Dieses Seminar setzt sich kritisch mit der Industrialisierung im Wohnungsbau auseinander und hinterfragt die Anforderungen an die Architektur und die Rolle der Architekten in diesem Prozess. Im Zuge dessen betrachten wir die Industrialisierung im Bauwesen von seinen Anfängen im 19. Jh., bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Bereich des industriell gefertigten Wohnungsbaus. Der Fokus dieses Seminars bezieht sich auf den Entwicklungsprozess in Deutschland. Verknüpfungen zum globalen Kontext sollen jedoch auch hergestellt werden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, inwieweit die Industrialisierung im Bauwesen die Architektur sowie die Lebensverhältnisse der Menschen beeinflusst und geprägt hat. Analysiert wird die Fragestellung im Hinblick auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Faktoren sowie in Verbindung zu verwandten Disziplinen, wie dem Bauingenieurswesen bis hin zum Möbel- und Produktdesign. Aufgabe des Seminars wird es sein, durch das Analysieren von Texten und Referenzprojekten eine kritische Auseinandersetzung über das industrielle Bauen, seine Geschichte und seine Funktion in unserer Gesellschaft zu führen.

Prüfungsleistung: Während des Semesters wird jeder Studierende im Rahmen einer Gruppenarbeit einmalig einen Vortrag erarbeiten und präsentieren. Abgestimmt auf die Referatsthemen, wird wöchentlich eine kurze Lektüre von jedem Studierenden zur Vorbereitung auf das Seminar bearbeitet. Referat und Lektüre bilden die Grundlage für die anschließende Diskussion innerhalb des Seminars.  

Hinweis: Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 20 Studierende. Die Zuordnung der Plätze erfolgt chronologisch.


Prefabricated Housing Through The Ages

The prefabricated housing experiences a renaissance in the course of digitalization and changing life and living situations. Architects rediscover modular and prefabricate structures and designs and experiment with new materials, technologies, and living concepts. This seminar discusses prefabrication in the housing sector and questions the demands on the architecture and the role of architects within this process. In this context, we consider prefabrication in the building industry from its beginnings in the 19th century to recent trends. The seminar mainly focuses on developments in Germany but we will also discuss connections to the global context. The central question of this seminar is: How does prefabrication in the building industry influence and shape the architecture and the living conditions of people? We will analyze this question in regard to social, economical, and political factors, as well as in conjunction to related disciplines such as civil engineering or furniture and product design. The goal of this seminar is to engage in a discussion about prefabricated housing, its history, and its function in our society through analyzing texts and reference projects.

Test performance: Over the course of the semester each student will prepare one presentation with a partner or in a small group. In preparation for the discussion in class, students will also be required to read one short text per week about relevant presentation topics.



In diesem Seminar sollen die weitreichenden Veränderungen der europäischen Städte nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl im West- als auch im Ostblock näher betrachtet und in Kontext zum Vorkriegszustand gesetzt werden. Geografisch bewegen wir uns im europäischen Raum, vor allem in der damaligen BRD, SBZ/DDR, Frankreich und Polen. Der Fokus dieses Seminars liegt folglich darin, den Umgang mit den teils sehr unterschiedlichen Gegebenheiten im Zeitraum von 1945-1990 zu betrachten und inwieweit die stadtgeschichtlichen Aspekte berücksichtigt worden sind. Hierbei soll anhand der zur Verfügung stehenden Literatur und der Präsentationen erarbeitet werden, welche Ideen und Einflüsse zu welchen Zeiten maßgebend für die Planungen in diesen Städten waren, auch unter Beleuchtung der politischen Intentionen. Die (teilweise) Umsetzung dieser Ideen und Projekte soll vor allem in Kontext zur Umgebung gesetzt werden, also etwa Stadtgrundrisse, Parzellierungen und Kubaturen der Gebäude. Fragestellungen sind hierbei unter anderem: Was, warum und für wen wurde etwas gebaut? Was macht dieser Eingriff mit der Stadt? Wie steht es um die Rezeption der Architekturformen von 1945-1990 in der heutigen Zeit?

Neben der Anwesenheit der Studierenden wird auch die aktive Mitarbeit gefordert. Außerdem werden alle Seminarteilnehmer angehalten, eine 15-minütige Präsentation zu einem ausgewählten Thema zu halten.

Bitte beachten: Das Seminar ist für maximal 20 Teilnehmer ausgelegt! Die Verteilung der Plätze erfolgt nach chronologischer Einschreibung, d.h. die ersten 20 eingeschriebenen Teilnehmer werden berücksichtig, danach erfolgte Einschreibungen können leider nicht angenommen werden.

Prüfungsleistung: Anknüpfend an das gewählte Präsentationthema soll von jedem Teilnehmer/jeder Teilnehmerin eine schriftliche Ausarbeitung erstellt werden (10-12 Seiten).

Literatur wird im Rahmen der Vorlesung epochenbezogen vorgestellt.

Today, as the problem of climate change acquires more and more urgency, sustainability, the Anthropocene and other ecological concepts are becoming some of the most discussed among architects and architecture theorists. This seminar will place these discussions in a critical perspective by focusing on biologizing and, more specifically, evolutionist theories informing these approaches. We will ask not merely how architecture could become more ecological, but how, and why, architects have historically operated with ecological concepts. We will assess the biologization of scientific, and subsequently architectural, discourse in the wake of Darwinism and trace the implications that this biologization entailed for conceptualizing the human. The topics of discussion will extend from anthropological and biological metaphors in architectural discourse to social engineering in Western, colonial, and post-colonial contexts to the recent turn of architectural theory to neuroscience. In this class, you will acquire skills of critical thinking about architecture and its history.

Geschichte der gebauten Umwelt (GdgU): Architekturgeschichte

 Dozentin: Prof. Alla Vronskaya Ph.D.

Dies ist der erste Teil eines zweisemestrigen Übersichtskurses “Geschichte der Architektur”. Der Kurs umfasst den Zeitraum von den ersten Gesellschaften bis ins 18. Jahrhundert. Er betrachtet die Geschichte der Architektur aus einer globalen Perspektive, vermeidet nationale Geschichtsschreibungen und konzentriert sich stattdessen auf Verbindungen, Austausch und Transfer von Wissen und Expertise zwischen verschiedenen Regionen und Gesellschaften. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem analytischen gegenüber einem formalen Ansatz, wobei der soziale und wirtschaftliche Kontext der Architektur und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft untersucht werden. Wir werden zunächst betrachten, wie die ersten menschlichen Behausungen als Reaktion auf Wirtschaft und Klima entstanden. …


Geschichte der gebauten Umwelt (GdgU): Stadt-Planungsgeschichte


Dozent: Prof. Dr. Habil. Harald Kegler


Im zweiten Teil der GdgU-Vorlesung wird die Geschichte der Planung von Städten seit der Neolithischen Revolution bis in die Gegenwart behandelt. Dabei geht es das Verständnis von Stadtplanung im Kontext klimatischer Wandlungen sowie sozial-ökonomischer Prozesse. Die Schwerpunkte werden dann auf die jüngere Geschichte gelenkt, wobei zunächst Europa und dann die internationalen Entwicklungen im Planungsdenken im Vordergrund stehen. Die Geschichte von gesellschaftlichen Zukunftsvorstellungen von Stadt gehört ebenso dazu wie eine Periodisierung der Gesamtentwicklung der Stadtplanung. Grundlage für die neuer Geschichte bildet dann die Vorstellung von der eine Folge industrieller Revolutionen. Dabei werden auch Bezüge zur Architektur- und Landschaftsplanungsgeschichte hergestellt. …


Die Vorlesung ist der komplementäre Part zur Architekturgeschichte (wöchentlich) und wird auch über zwei Semester geführt. Am Ende des zweiten Semesters findet die Prüfung über beide Teile von GdgU für alle ASL-Studierenden statt. Für die Zulassung zur Prüfung ist eine kurze Studienarbeit im zweiten Semester zu verfassen – nähere Angaben folgen im Sommersemester 2021. Die Vorlesungsprogramme können sich noch modifizieren. Darüber wird bei Moodle informiert.



Dieser Moodlekurs dient ausschließlich für die Teilnahme an der schriftlichen Nachprüfung GdgU Sommersemester 2020/2021. 

Zusammen mit Studierenden der Filmklasse von Prof. Yana Drouz der Kunsthochschule Kassel haben Studierende des Fachbereiches „Architektur, Stadt und Landschaftsplanung“ seit dem Winter 2010/11 mehrere Semester lang an einem Dokumentarfilm über Kassel gearbeitet. Diese Arbeit möchten wir weiter fortsetzen.


Das Ziel dieses Seminares ist es, einen Dokumentarfilm über Kassel zu erstellen.


Zu Beginn unserer Arbeit ging es um den Kasseler 50er-Jahre-Architekten Paul Bode, sein Kaskade Kino, sein Wohngebäude im Rosental und das Staatstheater. Im Sommersemester 2017 haben uns mit dem Kasseler Stadtteil „Vorderen Westen“ beschäftigt, den Sigmund Aschrott gegründet hat. Im Wintersemester 2017-18 ist ein Kurzfilm entstanden, der von einem Bienenzüchter in der Nordstadt handelt. Auch wurde eine Großmutter zu ihren Kriegserinnerungen befragt. Im Sommersemester 2018  wurde ein Kurzfilm über den Immobilienmarkt in Kassel und über das Thema Mobilität gemacht. In den folgenden Semestern wurden Filme über Lieblingsorte in Kassel und über erste Eindrücke in der Stadt erarbeitet, sowie ein weiteres Interview zu den Erfahrungen beim Angriff 1943 auf Kassel gedreht. Es gibt kurze Filme über Grimms Märchen und das Grimm-Museum, über Waschbären, über das Leben auf und am Wasser in Kassel.  Im SS 2020 haben wir uns mit der Industriegeschichte Kassels beschäftigt, mit der Fa. Gottschalk, der Fa. Salzmann, der Fa. Henschel u.a. Im WS 2020-21 wollen wir in die Stadtbaugeschichte Kassels einsteigen und uns u.a. den Einfluss von Landgraf Karl und Simon du Ry auf die Stadtplanung Kassels anschauen.

 

Ein Neueinstieg ist möglich; wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Neueinsteiger werden von der Filmklasse mit Kenntnissen und praktischer Hilfe unterstützt. Jeder Teilnehmer soll einen eigenen kurzen Filmbeitrag erarbeiten. Die Studierenden der Filmklasse helfen bei der technischen Umsetzung der Idee. Dabei werden wichtige Kompetenzen in Planung, Recherche und Filmtechnik erworben.

 

Das Seminar findet Online statt. Seminarmeetings sind immer montags 10-12 Uhr über Zoom.


Dieser Moodlekurs dient ausschließlich für die Teilnahme an der schriftlichen Prüfung GdgU Sommersemester 2020/2021.