Donnerstag 14-16 Uhr Nora Platiel str 6 Raum 0212

In vielen Teilen Europas folgte nach dem Zweiten Weltkrieg ein wirtschaftlicher Boom von mehreren Jahrzehnten, der die europäischen Gesellschaften grundlegend veränderte.

Diese Zeit des „Wirtschaftswunders“ / der „Trente Glorieuses“ übte eine starke identitätsstiftende Wirkung aus und beeinflusst bis heute die Lebenswirklichkeit und das Selbstverständnis der Menschen in Europa, auch und besonders in Deutschland und Frankreich. Zugleich wird aber dieser Einfluss auf unsere heutigen Gesellschaften in der öffentlichen Wahrnehmung unterschätzt, und noch mehr die transnationalen Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Einflüsse. Ziel dieses Seminars ist es, aus alltagsgeschichtlicher und populärkultureller Perspektive die Lebenswelt der Zeitgenossen dieser Epoche zu vermessen. Dabei werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der deutschen und französischen Nachkriegsgesellschaft, aber auch anderer europäischer Staaten, sowie die Wechselwirkungen zwischen ihnen in den Blick zu nehmen. Hierzu werden im Seminar zeitgenössische Phänomene wie Freizeitkultur, Fernsehen, Popkultur oder Automobilität untersucht.