Transformation Innenstadt – neue Visionen für das Stadtzentrum Eschwege | SoSe 2022

Projekt: Die Klimagerechte Stadt – Forderungen von Klimaschutzinitiativen in der Planungspraxis  | SoSe 2022

Teilmodul Bauleitplanung

Die Vorlesung vermittelt die rechtlichen Grundlagen und die planerische Herangehensweise der formalen Bauleitplanung. Den Studierenden wird vermittelt aus welchen Gründen Flächennutzungspläne und Bebauungspläne aufgestellt werden, wann bzw. in welchen Fällen sie rechtlich notwendig sind und welche Festsetzungen dabei mindestens erforderlich bzw. maximal möglich sind. Hierzu werden Kenntnisse über die Vorschriften für Verfahren und Beteiligungsprozesse (BauGB) und die möglichen Regelungen und Nutzungseinschränkungen (BauNVO) vermittelt sowie deren rechstverbindliche Darstellung (PlanZVO) eingeübt.

 

Hinweis!

Die o.g. Informationen beziehen sich nur auf das 3-Credit-Teilmodul "Bauleitplanung" im Rahmen des 6-Credit-Moduls C-1.2-33 (Stadterneuerung und Bauleitplanung). Es gibt noch ein weiteres 3-Credit-Teilmodul "Stadterneuerung" im Rahmen des Moduls C-1.2-33, das aber von anderen Lehrenden (Prof. Uwe Altrock, Dr. Arvid Krüger) angeboten wird. Bitte beachten Sie, dass Sie beide Teilmodule belegen müssen.


Die Lehrveranstaltung kombiniert asynchrone Online-Vorlesungen, digitale Podiumsdiskussionen mit Gästen aus dem Bundesgebiet und Seminartermine in Präsenz.

 


Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Studierenden in die Zugänge, Maßstäbe und Gegenstände der räumlichen Planung einzuführen und dabei grundlegendes Wissen zu den verschiedenen Ebenen und Stufen der räumlichen Planung zu vermitteln. Hierzu gehört auch ein generelles Verständnis der Aufgaben der Stadt- und Regionalplanung, Kenntnisse der Grundlagen und Methoden zur Analyse von Räumen sowie Wissen über die wesentlichen Zugänge der räumlichen Planung im Spektrum zwischen Strategie, Konzept und Entwurf.

                      

Im Rahmen der Vorlesung wird die Praxis der räumlichen Planung beleuchtet, insbesondere die Rolle und das Zusammenwirken von formalen und informellen Instrumenten. Dabei werden u.a. behandelt

 

- Die Funktionen und Nutzungen des Raumes

- Die Ebenen der räumlichen Planung

- Karten, ihre Aussagen und Darstellungsformen

- Analyse-Techniken

- Die Stufen der räumlichen Planung im Anschluss an die Analyse

Die Veranstaltung ist der zweite Teil des Moduls D-1.2-02 (6 credits, 4 SWS), das in zwei Teilen in zwei aufeinanderfolgenden Semestern durchgeführt wird: Im Wintersemester wird Räumliche Planung Ia angeboten (3 credits, 2 SWS), im Sommersemester Räumliche Planung Ib (3 credits, 2 SWS).


Lerninhalte:

 

  • Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Umwälzungen im gewerblichen Bereich, die veränderten Ansprüche an Gewerbegebiete und die damit verbundenen planerischen Ansätze im Kontext der Integrierten Stadtentwicklungsplanung

 

  • Im Zuge des Strukturwandels und des Wachstums der Großstadtregionen erhöhen sich die Nachfrage ebenso wie die Qualitätsansprüche bezüglich der Gewerbestandorte. Zugleich wird aber auch das Ziel einer Verringerung des Flächenverbrauchs im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung verfolgt, so dass sich v.a. in den Städten die Flächenkonkurrenz erhöht. Als planerischer Lösungsansatz wird eine Nachverdichtung angestrebt, doch diese ist gerade bei gewerblichen Nutzungen mit Konflikten um Immissionen, Verkehrsbelastungen etc. verbunden. Um dennoch eine Umsetzung dieses Ansatzes zu ermöglichen, werden als Kernfragen behandelt:

 

  • Wie verändern sich die Ansprüche an Gewerbestandorte im Zuge der Digitalisierung (Industrie 4.0, neue Mobilität und Logistik, Onlinehandel) und was bedeutet das für das Nutzungsprofil von verschiedenen Typen von Gewerbegebieten?

 

  • Wie kann die Effizienz der Flächennutzung und die stadträumliche Qualität in bestehenden Gewerbestandorten erhöht werden und welche Formen von Nachverdichtung bzw. Nutzungsmischung sind hierfür sinnvoll?

 

  • Und wie können angesichts der heterogenen Ansprüche der Betroffenen die Planungsprozesse im Zuge der Integrierten Stadtentwicklungsplanung organisiert werden?

 

 

 

Lernziele:

 

  • Vertiefte Auseinandersetzung mit sektoralen Planungen, insbesondere soziale und technische Infrastrukturen, Wohnen, Handel, Bürostandorte, Gewerbe, Verkehr und Mobilität

 

  • Methoden der Formulierung sektoraler Fachbeiträge zur Stadtentwicklung

 

  • Abgleich unterschiedlicher Nutzungsanforderungen und deren Integration in formelle und informelle integrale Planungen