(german version below)

Offered in collaboration with the doku:lab, this seminar will explore its collection to examine the vibrant academic and student life of ASL during the 1970s and the 80s. ASL was among the first departments within the newly-opened Gesamthochschule (1971), an experimental pedagogical model that bridged a Fachhochschule and a University to make higher education accessible to everyone. This progressive model inherited to the radical spirit of the 1960s, offering students and professors freedom and agency unattainable in traditional universities. The atmosphere of the first documenta exhibitions and artist activism contributed to the spirit of creativity and experiment. It attracted to Kassel prominent thinkers and designers including urban sociologists Lucius Burchardt and Detlev Ipsen, architect and the Hochschule’s founding group member Ayla Neusel, landscape architect Peter Latz, and aesthetics professor Bazon Brock. Yet, already in the 1970s politics turned to the right, sustaining the emergence of neoliberal economy. In this class, we will search the archival collection of the doku:lab—student-published magazines and proclamations, design studio records, architectural projects for Kassel’s different neighbourhoods, and more—to find out how students and professors responded to this changing environment. We will also read about the history of education, student activism, and architectural pedagogy in Europe and beyond during the second half of the twentieth century, discussing such issues as feminism, inclusivity, and citizen participation, as well as their impact upon architectural education. Learning from the radical spirit of the past, we will think about a better architectural education for tomorrow.

Readings and discussions will be in both German and English.

It is possible to write Studienarbeiten in connection with this class.

Literature: Readings will be announced and made available at the beginning of the seminar.

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Dieses Seminar, das in Zusammenarbeit mit dem doku:lab angeboten wird, wird sich mit dessen Sammlung befassen, um das pulsierende akademische und studentische Leben am FB ASL in den 1970er und 80er Jahren zu untersuchen. ASL war einer der ersten Fachbereiche der 1971 neu gegründeten Gesamthochschule, einem experimentellen pädagogischen Modell, das eine Fachhochschule und eine Universität miteinander verband, um Hochschulbildung für alle zugänglich zu machen. Dieses fortschrittliche Modell knüpfte an den radikalen Geist der 1960er Jahre an und bot Student:innen und Professor:innen Freiheiten und Handlungsmöglichkeiten, die an traditionellen Universitäten unerreichbar waren. Die Atmosphäre der ersten documenta-Ausstellungen und der Aktivismus der Künstler:innen trugen zum Geist der Kreativität und des Experiments bei. Sie zog prominente Denker:innen und Gestalter:innen nach Kassel, darunter die Stadtsoziologen Lucius Burchardt und Detlev Ipsen, die Architektin und Hochschulmitbegründerin Ayla Neusel, den Landschaftsarchitekten Peter Latz und den Ästhetikprofessor Bazon Brock. Doch bereits in den 1970er Jahren wandte sich die Politik nach rechts und unterstützte die Entstehung der neoliberalen Wirtschaft.

In diesem Kurs werden wir die Archivbestände des doku:lab durchsuchen - von Student:innen herausgegebene Zeitschriften und Proklamationen, Aufzeichnungen von Designstudios, Architekturprojekte für verschiedene Kasseler Stadtteile und vieles mehr - um herauszufinden, wie Student:innen und Professor:innen auf dieses sich verändernde Umfeld reagierten. Wir werden auch über die Geschichte der Bildung, des studentischen Aktivismus und der Architekturpädagogik in Europa und darüber hinaus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lesen und Themen wie Feminismus, Inklusivität und Bürgerbeteiligung sowie deren Auswirkungen auf die Architekturausbildung diskutieren. Indem wir vom radikalen Geist der Vergangenheit lernen, werden wir über eine bessere Architekturausbildung für morgen nachdenken.

Texte und Diskussionen werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch stattfinden.

Es besteht die Möglichkeit, Studienarbeiten in Verbindung mit diesem Kurs zu schreiben.

Literatur: Die Lektüre wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben und zur Verfügung gestellt.

Architektur im Film - Film und Architektur (Fortsetzung 15)
KOOP-DOK-FILM-PROJEKT : Dokumentarfilmprojekt in Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel.
Thema: Stadt Kassel
Professorin Yana Drouz (Abteilung „Film und Fernsehen“ der Kunstschule Kassel)
Privatdozentin Dr. Sylvia Stöbe (Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Uni-Kassel)

Zusammen mit Studierenden der Filmklasse von Prof. Yana Drouz der Kunsthochschule Kassel haben Studierende des Fachbereiches „Architektur, Stadt und Landschaftsplanung“ seit dem Winter 2010/11 mehrere Semester lang an einem Dokumentarfilm über Kassel gearbeitet. Diese Arbeit möchten wir weiter fortsetzen.


Das Ziel dieses Seminares ist es, einen Dokumentarfilm über Kassel zu erstellen.


Zu Beginn unserer Arbeit ging es um den Kasseler 50er-Jahre-Architekten Paul Bode, sein Kaskade Kino, sein Wohngebäude im Rosental und das Staatstheater. Im Sommersemester 2017 haben uns mit dem Kasseler Stadtteil „Vorderen Westen“ beschäftigt, den Sigmund Aschrott gegründet hat. Im Wintersemester 2017-18 ist ein Kurzfilm entstanden, der von einem Bienenzüchter in der Nordstadt handelt. Auch wurde eine Großmutter zu ihren Kriegserinnerungen befragt. Im Sommersemester 2018 wurde ein Kurzfilm über den Immobilienmarkt in Kassel und über das Thema Mobilität gemacht. In den folgenden Semestern wurden Filme über Lieblingsorte in Kassel und über erste Eindrücke in der Stadt erarbeitet, sowie ein weiteres Interview zu den Erfahrungen beim Angriff 1943 auf Kassel gedreht. Es gibt kurze Filme über Grimms Märchen und das Grimm-Museum, über Waschbären, über das Leben auf und am Wasser in Kassel.  Im SS 2020 haben wir uns mit der Industriegeschichte Kassels beschäftigt, mit der Fa. Gottschalk, der Fa. Salzmann, der Fa. Henschel und den Kasseler Flugzeugwerken; Im WS 2020-21 mit der Stadtbaugeschichte Kassels, mit der Orangerie, dem Schloss und dem Park Wilhelmshöhe und der Auefeldsiedlung. Im SS 2021 wurde an Filmen über die Nekropole, über das Fridericianum, den Renthof, den Altmarkt, den Bebelplatz und den Brüder-Grimm-Platz gearbeitet.

 

Ein Neueinstieg ist möglich; wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Neueinsteiger werden von der Filmklasse mit Kenntnissen und praktischer Hilfe unterstützt. Jeder Teilnehmer soll einen eigenen kurzen Filmbeitrag erarbeiten. Die Studierenden der Filmklasse helfen bei der technischen Umsetzung der Idee. Dabei werden wichtige Kompetenzen in Planung, Recherche und Filmtechnik erworben.