Eine geläufige Darstellung des Politischen in Bildern sind Fotografien des politischen Personals in für sie typischen Situationen:

händeschüttelnde Staatsmänner und - frauen; energische Gesten von Rednerinnen und Rednern im Bundestag; lächelnde Spitzenkandidaten auf Wahlplakaten. Weitaus größere Aufmerksamkeit erregen Bilder politischer Protagonisten in abweichenden sozialen Situationen: ein toter Ministerpräsident in der  Badewanne eines Hotels, eine erschreckende US-Außenministerin im Lagezentrum des Weißen Hauses, ein Bundeskanzler, der auf einen eierwerfenden Demonstranten losgeht. Doch das Politische in Bildern ist weder auf Politiker, noch auf Personen festgelegt. Ein Fahndungsplakat von Terroristen zählt ebenso sehr dazu, wie die einstürzenden Twin-Towers in New York. Mehr noch, das Politische in Bildern bedarf keiner Typisierung (um wiedererkannt zu werden), noch einer Dramatisierung (um Aufmerksamkeit zu erregen). Es begegnet einem alltäglich, oftmals diesseits einer Schwelle von Ausdrücklichkeit und Aufmerksamkeit, häufig an ganz unverdächtigen Orten: In Werbeanzeigen, in Kunstausstellungen, bei Sportveranstaltungen. Und es zeitigt seine Wirkung, mitunter ganz unbemerkt.  Im Seminar wird es deshalb darum gehen, theoretische Zugänge sowohl zur Darstellung des Politischen in Bildern kennen zu lernen, wie auch solche, die auf die Wirkung des Politischen durch Bilder fokussieren. Dies soll entlang der Analyse konkreter Beispiele getan werden.


Im bilingualen Seminar werden Konzeptionen des bilingualen Geschichtsunterrichts besprochen und am Beispiel der Darstellung der Résistance in der Bande dessinée vertiefend behandelt.